PeWo PCR06 (Samson Trovis 5575) - Freigabesignal für Heizungskrei

  • Hallo zusammen,

    wir haben ein Haus, das über Fernwärme für Heizung und Warmwasser versorgt wird. Es ist in allen Räumen mit Fußbodenheizung und aktuellen Bosch Raumthermostaten 230 V ausgestattet. Eine direkte Anbindung der Thermostate an die Heizungsanlage besteht nicht.

    Unsere Übergabestation von PeWo trägt laut Label die Bezeichnung: pewoV-max V25 G2 (VV25G2).

    Aktuell ist die Situation so, dass die Heizung, solange kein Warmwasser aufbereitet wird, ständig den Heizkreis bedient, unabhängig davon, ob die Ventile der FBH offen sind oder nicht. Ich könnte also auch die Thermostate auf 5 °C stellen, und die Pumpe läuft trotzdem ständig gegen die Ventile.

    Mein Ziel wäre, dass der Heizkreis nur aktiv wird, wenn tatsächlich eine Raumtemperaturanforderung vorliegt, und bei keiner Anforderung wieder abschaltet. Die Anlage sollte also, wenn weder Heizung noch Warmwasser benötigt werden, quasi in einen Ruhezustand fallen.

    Da bereits Bosch Raumthermostate installiert sind, könnte ich über ein zusätzliches Bosch Relais die "Zentralheizungssteuerung“ realisieren (in der App lässt sich dann einstellen, das jeder Raum mit Heizbedarf, das Relais schalten kann). Das Relais müsste an der Übergabestation angeschlossen werden, womit wir zu den eigentlichen Fragen kommen:

    Ich habe gestern sämtliche Unterlagen von Pewo erhalten. In den technischen Unterlagen finde ich die Anschlüsse "B9 + Com" für Freigabe FG1 und "B10 + Com" für Freigabe FG2.

    Sind dies die Anschlüsse, über die ich potentialfrei der Heizung signalisieren kann: bitte heizen / nicht heizen?

    Welchen Anschluss müsste ich konkret verwenden?

    Muss in der Anlage noch etwas umgestellt werden, damit die Steuerung über das Relais funktioniert und das aktuelle Verhalten unterdrückt?


    Vorab vielen herzlichen Dank für eure Antworten.
    Sollte Bedarf an den Schaltplänen bestehen, kann ich die nötigen Seiten gerne zur Verfügung stellen.

    Viele Grüße
    ArcticCircle

  • Hallo ArcticCircle,

    ich würde erstmal einen anderen Ansatz in den Raum werfen. Wenn die Raumthermostate die Heizkreise schließen wenn der Raum warm ist, ist die Heizkurve an der Regelung zu hoch eingestellt. Heißt du solltest erstmal die Heizkurve entsprechend anpassen und nach Möglichkeit sollte bei einer Fußbodenheizung immer eine Konstante Raumtemperatur gefahren werden. Ein Absenken bei Nacht, oder wenn man das Haus verlässt spart nicht wirklich Heizkosten, es kann sogar ins Gegenteil triften bei einer Fußbodenheizung. Die Trägheit tut ihr übriges dabei.

    Also bevor du anfängst darüber nach zu denken über einen Potentialfreien Kontakt die Pumpe ab zu schalten, mach dich erstmal mit der Heizkurve deiner Heizung vertraut. Das ist effektiver und wird langfristig Kosten sparen.

    Grüße Sven

  • Vielen Dank, das klingt vernünftig.
    Das ganze Thema kam auf, weil ich mit PeWo telefoniert habe und mir dort die beiden Klemmen als Eingänge für eine Heizanforderung genannt wurden. Aber ich bin da offen für anderweitige Ansätze, die wohl Sinnvoller sind. Von Heizkurve wurde nichts erwähnt.

    Generell bin ich mit der Steuerung noch ziemlich unzufrieden. Gerade im offenen Wohn-/Esszimmer-/Küchenbereich komme ich mit dem Wärmegefühl des Bodens nicht gut zurecht, weil es von Zone zu Zone stark variiert. Die Lufttemperatur ist zwar warm, aber in der Küche fühlt sich der Boden kalt an, im Esszimmer wiederum warm und bei den beiden Kreisen im Wohnzimmer ist es ähnlich wie bei den anderen Räumen. Ist ja auch klar, wenn die Ventile zu sind, weil die Raumtemp. erreicht ist, bleibt der Boden kalt.

    "Wenn die Raumthermostate die Heizkreise schließen wenn der Raum warm ist, ist die Heizkurve an der Regelung zu hoch eingestellt"
    -Aktuell ist es tatsächlich so: Viele Ventile bleiben über längere Zeiträume am Tag geschlossen.

    "Heißt du solltest erstmal die Heizkurve entsprechend anpassen und nach Möglichkeit sollte..."
    -Das mit der Heizkurve muss ich mir genauer anschauen. Ich kenne mich mit der Bedieneinheit der Heizung überhaupt nicht aus, finde sie sehr kompliziert, und das Ganze scheint auch nicht wirklich für den „Endnutzer“ konzipiert zu sein.

    "...bei einer Fußbodenheizung immer eine Konstante Raumtemperatur gefahren werden. Ein Absenken bei Nacht, oder wenn man das Haus verlässt spart nicht wirklich Heizkosten, es kann sogar ins Gegenteil triften bei einer Fußbodenheizung. Die Trägheit tut ihr übriges dabei."
    -Das handhaben wir im Grunde auch so: Für 24/7 ist eine feste Temperatur eingestellt. Nur wenn wir länger als ein Wochenende weg sind, drehen wir die Thermostate ein wenig herunter.


    "Also bevor du anfängst darüber nach zu denken über einen Potentialfreien Kontakt die Pumpe ab zu schalten, mach dich erstmal mit der Heizkurve deiner Heizung vertraut. Das ist effektiver und wird langfristig Kosten sparen."
    -Mir geht es tatsächlich weniger um die Pumpe, sondern vielmehr darum, dass die Heizung ständig heizen möchte, obwohl kein wirklicher Bedarf besteht. Wenn sich dieser Bedarf mit einer passenden Heizkurve besser verteilen lässt, sodass auch wirklich alle Böden gleichmäßig warm werden, wäre mir am meisten geholfen. Von mir aus kann die Pumpe auch dauerhaft laufen, wenn es sinnvoll ist und die Räume bzw. die Böden dadurch gleichmäßiger versorgt werden.

    Grüße

  • Hallo,

    ich denke da gibt es einiges zu optimieren. :)

    Die Lufttemperatur ist zwar warm, aber in der Küche fühlt sich der Boden kalt an, im Esszimmer wiederum warm und bei den beiden Kreisen im Wohnzimmer ist es ähnlich wie bei den anderen Räumen.

    Wurde eine hydraulischer Abgleich an der Fußbodenheizung durchgeführt? Wenn nicht könnte das auch ein Grund sein für die ungleichmäßige Wärmeverteilung.

    Aktuell ist es tatsächlich so: Viele Ventile bleiben über längere Zeiträume am Tag geschlossen.

    Ein Zeichen das die Heizkurve zu hoch eingestellt ist.

    Das mit der Heizkurve muss ich mir genauer anschauen. Ich kenne mich mit der Bedieneinheit der Heizung überhaupt nicht aus, finde sie sehr kompliziert, und das Ganze scheint auch nicht wirklich für den „Endnutzer“ konzipiert zu sein.

    Das Problem lässt sich mit Sicherheit mit Geduld zusammen lösen.

    Das handhaben wir im Grunde auch so: Für 24/7 ist eine feste Temperatur eingestellt. Nur wenn wir länger als ein Wochenende weg sind, drehen wir die Thermostate ein wenig herunter.

    Dann machst du hier schon mal alles richtig. :thumbup:

    Mir geht es tatsächlich weniger um die Pumpe, sondern vielmehr darum, dass die Heizung ständig heizen möchte, obwohl kein wirklicher Bedarf besteht. Wenn sich dieser Bedarf mit einer passenden Heizkurve besser verteilen lässt, sodass auch wirklich alle Böden gleichmäßig warm werden, wäre mir am meisten geholfen.

    Das bekommen wir sicher hin! Es wäre für mich super wenn du mir die Anleitungen die du hast hier anzuhängen, damit ich mir das auch anschauen kann. Und wichtig wäre der ist Zustand der Einstellungen von der Regelung. Dann kann ich dir Tipps geben wie und wo du am besten anfängst.

    Wichtig ist aber schon mal nach einer Veränderung mindestens 48 Stunden, besser länger zu warten um festzustellen was sich geändert hat.

    Grüße Sven

  • Hallo zusammen,

    ich melde mich zurück aus dem Urlaub. In der Zwischenzeit konnte ich mich etwas intensiver mit der Bedieneinheit beschäftigen und habe – glaube ich – zumindest die Grundlagen der Heizkurve besser verstanden.

    Obwohl nach dem Einzug ein Techniker/Installateur der Gemeinde (von der auch die Fernwärme kommt und die Übergabestation gestellt wird) vor Ort war, sind mir inzwischen mehrere Punkte aufgefallen, die mich doch etwas ärgern.

    1. Estrichtrocknung
    Damals sollte eine Estrichtrocknung gefahren werden. Laut Aussage war das jedoch nicht möglich, wir sollten die Temperaturen manuell einstellen. Im Handbuch ist allerdings eindeutig ein Estrichtrocknungsprogramm im Servicemenü beschrieben – das hätte also sehr wohl genutzt werden können.

    2. Fußbodenheizung nicht konfiguriert
    Im Menü war nicht eingestellt, dass eine Fußbodenheizung vorhanden ist. Das habe ich inzwischen selbst korrigiert. Auch wenn dabei „nur“ gewisse Grenzwerte gesetzt werden, finde ich es nicht besonders glücklich, dass man darüber weder informiert noch darauf hingewiesen wurde.

    3. Menüführung / Handbuch
    Generell habe ich noch Schwierigkeiten mit der Menüstruktur und den abgefragten Parametern. Das Handbuch ist aus meiner Sicht in vielen Punkten nicht eindeutig genug. Das zeigte sich z. B. auch beim Aktivieren der FBH-Option, da dort Werte abgefragt werden, deren Bedeutung ich bislang nicht vollständig verstanden habe. Dazu komme ich ggf. in einem separaten Beitrag noch einmal.

    4. Verhalten der Heizungsanlage (Hauptproblem)
    Nun zum Punkt, der mich bis heute stark irritiert hat:

    Die Vorlauftemperaturen schwankten oft in kurzen Abständen sehr stark. Zunächst habe ich das der Warmwasserbereitung zugeschrieben – was grundsätzlich auch stimmt. Allerdings konnte ich mir nun endlich die Zeit nehmen, das System über einen längeren Zeitraum zu beobachten.

    Der Speicher lädt auf ca. 55 °C. Nach Abschluss der Ladung wird wieder auf Heizbetrieb umgeschaltet. Doch bereits nach etwa 33 Minuten hat der Speicher seine Energie nahezu vollständig verloren: Die Temperatur fällt von ca. 55 °C auf 50 °C, woraufhin erneut auf Speicherladung umgeschaltet wird und die Heizung wieder abgeschaltet wird.

    Da ich die Heizung erst zum 01.11. eingeschaltet habe und es grundsätzlich warm wurde, ist mir dieses Verhalten zunächst nicht aufgefallen. Ich bin davon ausgegangen, dass der Installateur die grundlegenden Einstellungen korrekt vorgenommen hat.

    Das Zusammenspiel aus Heizkurve verstehen/anpassen und dieser extrem schnellen Speicherentladung hat die Sache für mich als Laien zusätzlich sehr unübersichtlich gemacht.

    Fehlerursache (vermutlich gefunden):
    Heute konnte ich jedoch einen entscheidenden Punkt feststellen:
    Sobald ich den Zulauf zum Speicher nach Abschluss der Ladung zudrehe, hält der Speicher die Wärme mehrere Stunden – statt nur ca. 33 Minuten.

    Meiner Meinung nach fehlt hier eine Schwerkraftbremse bzw. ein Rückflussverhinderer. Dieser muss dringend nachgerüstet werden, damit der Speicher seine Energie nicht unkontrolliert in den Heizkreis abgibt und das gesamte Regelverhalten verfälscht.

    In dem Zusammenhang stellt sich mir auch die Frage, ob in anderen Kreisen ebenfalls solche Rückflussverhinderer notwendig wären, z. B. in der Warmwasser-Zirkulationsleitung ins OG.

    Heizkurve – bisherige und aktuelle Einstellungen
    Trotz allem habe ich die Heizkurve nicht außer Acht gelassen. Was mich erneut verwundert hat: Selbst im Handbuch steht, dass bei Fußbodenheizung eine Steigung von 0,5 oder niedriger empfohlen wird.

    Ursprüngliche Einstellung:

    • Steigung: 0,8
    • Niveau: 0
    • Min. Vorlauf: 25 °C
    • Max. Vorlauf: 35 °C
    • Nennraumtemperatur: 25 °C

    Aktuelle Einstellung (nach einigen Testtagen):

    • Steigung: 0,4
    • Niveau: –5
    • Min. Vorlauf: 25 °C
    • Max. Vorlauf: 32 °C
    • Nennraumtemperatur: 21 °C

    Diese Einstellungen teste ich aktuell weiter. Zuletzt war es auch recht mild mit etwa 8–10 °C Außentemperatur (zumindest tagsüber). Mir ist bewusst, dass der noch vorhandene Speicherfehler die Ergebnisse verfälscht.

    Zitat

    Wurde eine hydraulischer Abgleich an der Fußbodenheizung durchgeführt? Wenn nicht könnte das auch ein Grund sein für die ungleichmäßige Wärmeverteilung.

    Der ist gemacht. Hier musste ich leider aufgrund falscher Unterlagen (es war alles für einen PVC-Fußbodenbelag berechnet) nochmals nachkorrigieren lassen. Tatsächlich haben wir in sämtlichen Räumen einen Keramikfußboden.

    Die neue Berechnung habe ich letzten Monat erhalten und entsprechend eingestellt, werde diese am Wochenende aber nochmals gegenkontrollieren. Leider finde ich die Schaugläser und Skalen am Heizkreisverteiler von Schlüter sehr schlecht ablesbar.


    Das soll es fürs Erste gewesen sein.
    Ich würde in einem separaten Beitrag – damit es hier nicht zu viel wird – gezielt Fragen zu den einzelnen Einstellungen und Symbolen stellen, ggf. auch mit Fotos, damit klar wird, was ich genau meine.

    LG und ein schönes Wochenende!

  • Hallo Chris,

    wie es scheint bist du ja schon ein gutes Stück weiter mit der Einstellung und Optimierung der Heizkurve und auf einen guten Weg. :thumbup:

    1. Estrichtrocknung
    Damals sollte eine Estrichtrocknung gefahren werden. Laut Aussage war das jedoch nicht möglich, wir sollten die Temperaturen manuell einstellen. Im Handbuch ist allerdings eindeutig ein Estrichtrocknungsprogramm im Servicemenü beschrieben – das hätte also sehr wohl genutzt werden können.

    Ob die Funkion hätte genutzt werden können hängt davon ab was der EstrichBauer für das Belegreifheizen verlangt und was das Programm in der Regelung hergibt. Aus meiner Erfahrung passt es meist nicht zusammen, daher wird dies oft manuell gefahren.

    2. Fußbodenheizung nicht konfiguriert
    Im Menü war nicht eingestellt, dass eine Fußbodenheizung vorhanden ist. Das habe ich inzwischen selbst korrigiert. Auch wenn dabei „nur“ gewisse Grenzwerte gesetzt werden, finde ich es nicht besonders glücklich, dass man darüber weder informiert noch darauf hingewiesen wurde.

    Da wird es deinem Heizungsbauer so gegangen sein wie dir unter deinem dritten Punkt. Diese Regelungen sind leider keine leichte Kost und für Verbraucher schon garnicht.

    4. Verhalten der Heizungsanlage (Hauptproblem)
    Nun zum Punkt, der mich bis heute stark irritiert hat:

    Da scheint in der Tat was nicht zu stimmen, vielleicht ist das Umschaltventil defekt. Aber ich weiß jetzt nicht ob deine Anlage eine zweite Pumpe für die warmwasserbereitung hat. Das sollte dein Heizungsbauer auf jeden Fall mal prüfen.


    Wie schon gesagt bist du mit der Einstellung der Heizkurve auf eine guten weg. Der hydraulischer Abgleich sollte ja passen und keine Thema mehr sein. Wichtig ist noch nach einer Veränderung der Heizkurve ein paar Tage abzuwarten wie sich alles verhält. Wenn du deine Einstellung dann gefunden hast, werden es dir die Heizkosten danken.

    Grüße Sven

  • Hatte eine Frage bezüglich des Symbols, die sich aber quasi nach dem Post geklärt hat.

    http://heizung.tsla.berlin/SymbolRS.png

    Dabei handelt es sich um Rückschlagventile.

    In meiner Anlage ist jeweils ein RSV vor der Ladepumpe sowie eines vor der Heizkreispumpe verbaut.

    Ich gehe stark davon aus, dass das RSV an der SLP eine Macke hat. Interessanterweise habe ich gestern von meiner Gemeinde folgende Antwort auf ein Hilfsgesuch erhalten, da sie die Übergabestation stellen und parametrieren sowie defekte Pumpen tauschen etc. (sich aber gefühlt leider weder richtig auskennen noch wirklich kümmern möchten):

    „Zum Thema Warmwasserspeicher: Ihrer Beschreibung nach würde ich vermuten, dass die Fußbodenheizung über den Warmwasserspeicher versorgt wird. Diese Technik wurde früher häufig eingesetzt, um einen zusätzlichen Wärmetauscher einzusparen. Fußbodenheizungen mit Kunststoffleitungen sollten dabei geschützt werden, da diese in der Regel nicht für Wassertemperaturen über 40 °C ausgelegt sind.“

    Ich habe jetzt einen Heizungsbauer angeschrieben. Die sind allerdings noch bis zum 12.01. im Urlaub, so lange werde ich wohl noch mindestens unnötig Energie verschwenden müssen.

  • Woran kann es liegen, dass der Durchfluss am HKV nicht läuft?

    In den letzten Tagen habe ich mehrfach festgestellt, dass die Durchflussanzeige nicht mehr den entsprechend eingestellten Wert anzeigt (bzw. es ist kein Druchfluss!).

    • Neu eingestellt und arretiert → kein Erfolg
    • Neu eingestellt und stärker arretiert → kein Erfolg
    • Neu eingestellt und nicht arretiert → ebenfalls kein Erfolg
    • Am Ventil gewackelt, sowohl im arretierten als auch im nicht arretierten Zustand → dann geht der Anzeiger plötzlich runter

    Was kann das schon wieder sein?
    Langsam nervt mich die Anlage wirklich extrem.

    Video:

    Schlüter Heizkreisverteiler - Durchfluss erst nach Wackeln… woran liegt es? Ob arretiert o. nicht!
    Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.
    youtube.com

    Was ich auch nicht verstehe:
    Der hydraulische Abgleich ist ja „sooo wichtig“, aber die Einstellmöglichkeit ist extrem vage und kaum präzise umsetzbar. Selbst beim Arretieren verstellt man den eingestellten Wert bereits wieder.

    Wie kann man eine so wichtige Funktion nur derart schlecht einstellbar gestalten (von meinen Problem abgesehen)?

    Schöne Weihnachten!

  • Hallo Chris,

    ja das ist ein Rückschlagventile/Schwerkraftbremse. Wenn du am RSV eine kleine Schraube mit einem Schlitz findest, könnte es vielleicht manuell aufgestellt sein und das Problem verursachen. Ist der Schlitz Quer zu Leitung, ist das Rückschlagventile so wie es sein soll. Ist der Schlitz mit der Leitung ist es manuell offen.

    „Zum Thema Warmwasserspeicher: Ihrer Beschreibung nach würde ich vermuten, dass die Fußbodenheizung über den Warmwasserspeicher versorgt wird. Diese Technik wurde früher häufig eingesetzt, um einen zusätzlichen Wärmetauscher einzusparen. Fußbodenheizungen mit Kunststoffleitungen sollten dabei geschützt werden, da diese in der Regel nicht für Wassertemperaturen über 40 °C ausgelegt sind.“

    Das habe ich noch nie gehört! :/

    Woran kann es liegen, dass der Durchfluss am HKV nicht läuft?

    Ich vermute erstmal das die Taccostter einfach nur hängen und auch wenn sie nichts anzeigen ist Durchfluss vorhanden. Ist nicht schön, aber kein Problem für die Funktion der Heizung.

    Die Hydraulig der Heizungsanlage wird durch viele Faktoren beeinflusst und ist daher meist dynamisch. Es reicht schon aus wenn ein Heizkreis schließ, dann wird sich in anderen Heizkreisen der Volumenstrom leicht erhöhen. Um das zu vermeiden bräuchte man für jeden Heizkreis der Fußbodenheizung einen Differenzdruckregler.

    Wie kann man eine so wichtige Funktion nur derart schlecht einstellbar gestalten

    Das ist schlicht eine kosten Frage, welche man ins Verhältnis setzten muss.

    Schöne Weihnachten!

    Danke, hatte über Weihnachten Notdienst. Hat leider nicht so viel Spaß gemacht! Aber ich hoffe du hattest ein paar schöne Tage.

    Grüße Sven

  • Hi,

    aktuell fahre ich die folgende Heizkurve und bin damit schon recht zufrieden. Da es momentan noch relativ kühl ist, muss ich im Übergang gegebenenfalls noch einmal nachjustieren.

    • Steigung: 0,2
    • Niveau: 0
    • Nennraumtemperatur: 21 °C

    Insgesamt passt die Temperatur gut, allerdings waren einzelne Räume mit längeren Leitungswegen noch etwas zu kühl, dort habe ich den Durchfluss nachjustiert (erhöht).

    Ich könnte mir vorstellen, dass eventuell auch folgende Einstellung gut funktionieren könnte:

    • Steigung: 0,3
    • Niveau: -1

    Aber erstmal abwarten und beobachten.



    Was mich aber aktuell viel mehr umtreibt!

    Wie schon geschrieben, kühlt mein Warmwasserspeicher relativ schnell aus. Bisher hat sich leider nur einer von drei Heizungsbauern zurückgemeldet. Dieser hat den Kugelhahn inklusive Rückschlagventil (sietzt direkt vor der Pumpe) erneuert, was jedoch nur etwa drei Tage Abhilfe gebracht hat.

    Meiner Meinung nach ist das aktuelle Konstrukt bzw. die Klappe im Kugelhahn ungeeignet. Ich benötige vermutlich ein stärkeres bzw. zuverlässigeres Rückschlagventil, das den Vorlauf wirklich vollständig verschließt, sobald der Speicher nicht mehr geladen wird.

    Ich habe diverse Temperaturmessungen durchgeführt und kann definitiv sagen, dass über den Vorlauf – also rückwärts – Warmwasser durch den Sog der Heizungspumpe in den Heizkreis gefördert wird.

    Was könnte ich für ein Bauteil verwenden? Die Feder im alten und aktuellen Kugelhahn ist so fein wie ein Haar und dahinter ist überhaupt kein „Bums“. Gleichzeitig muss das Teil irgendwie in dem engen Raum links von der Pumpe untergebracht werden können.

    Gerne kann der Kugelhahn auch gegen etwas anderes, kompakteres – gerne ohne Rückschlagventil oder ähnliches – ersetzt werden, hauptsache es funktioniert zuverlässig.

    Anbei Bilder meiner Anlage (aus dem noch unsanierten Keller).


    Des Weiteren habe ich – unabhängig vom oben beschriebenen Problem – eine ungewollte Zirkulation in der Zirkulationsleitung. Dadurch kühlt der Warmwasserspeicher ebenfalls deutlich schneller aus.

    Wenn ich die Absperrhähne an der Brauchwasserpumpe schließe, hält der Speicher die Temperatur bei geöffneter Zirkulationsleitung etwa 3 Stunden. Drehe ich zusätzlich den Hahn an der Zirkulationspumpe zu, hält der Speicher die Wärme rund 8 Stunden.

    Es ist kein Thermosiphon verbaut. In der Pumpe soll zwar ein Rückschlagventil integriert sein, dieses zeigt jedoch keinerlei Wirkung.

    Was würde man für die Zirkulationsleitung in diesem Fall empfehlen?

    Die schwarze Pumpe ist die Zirkulationspumpe, diese wird jedoch nur bei Bedarf eingeschaltet.

    Bei Fragen oder Unklarheiten bitte kurz Bescheid geben.

    Vielen Dank und ein schönes Wochenende!



    Messungen (Zirkulation war zu):

    Bis 09:09 Uhr Speicherladung. Kugelhahn im WW-Vorlauf zugedreht. Das System pendelt sich ein.
    (VL und RL werden hinter dem T-Stück gemessen, also an der Stelle, an der ausschließlich der Speicher versorgt wird, aber natürlich vor der Rückschlagklappe.)

    Um 10:30 Uhr habe ich den Kugelhahn wieder geöffnet. Dabei ist zu erkennen, dass über den Vorlauf warmes Wasser aus dem Speicher rückwärts strömt. Der WW-VL-Fühler steigt rasant an, ebenso der Vorlauffühler des HKV im EG.
    Der WW-RL kühlt dabei ab – die Wärme des Speichers entlädt sich also nicht über den Rücklauf.

    Um 10:40 Uhr habe ich den WW-VL-Kugelhahn wieder geschlossen, woraufhin sich das System erneut stabilisiert.

  • Hallo Chris,

    im Grunde ist das mit der Schwerkraftbremse bei der Hydraulik deiner Heizung die richtige Lösung. Wenn jetzt immer noch Energie aus dem Warmwasserspeicher gezogen wird, stimmt etwas mit der Schwerkraftbremse nicht. Die Feder braucht auch keine große Kraft zu haben, da auch der Volumenstrom den Teller zu zieht. Eine Schwerkraftbremse sollte auch an der Heizkreispumpe montiert werden, ansonsten hast du das gleich Problem mit der Heizung wenn warmes Wasser gemacht wird.

    Diese Art von Schwerkraftbremse wird direkt am Ausgang der Pumpe montiert und funktioniert in der Regel zuverlässig.

    Das gleich gilt auch für die Zirkualtionspumpe. Ansonsten läuft die Zirkulation auch ohne Pumpe über Schwerkraft und der Speicher kühlt aus. Die Schwerkraftbremse verhindert das natürlich.

    Ich würde in die Zirkulationleitung ein KFR-Ventil (Kombiniertes Freistromventil mit Rückflussverhinderer) verbauen.


    Die Problematik hast du ja aber schon erkannt, jetzt muss nur noch die Lösung funktionieren. Die Heizkurve hast du ja inzwischen auch im Griff! :thumbup:

    Grüße Sven