Brötje BBK 22D optimieren: Takten reduzieren (aktuell 5 Starts/Std)

  • Hallo zusammen,

    ich möchte meine Brötje BBK 22D Heizung optimieren. Aktuell taktet das Gerät mit ca. 5 Brennerstarts pro Stunde, was mir deutlich zu hoch erscheint.

    Die Ursache scheint die recht hohe Mindestleistung des BBK 22D (ca. 7 kW laut Einstellung 2444) in Kombination mit sehr eng eingestellten Schaltdifferenzen zu sein. Ich plane nun, die Parameter schrittweise anzupassen, um die Brennerlaufzeit zu verlängern und die Pausen zu vergrößern.

    Ich werde jede Änderung einzeln vornehmen und das System jeweils 24–48 Stunden beobachten. Hier ist der Vergleich meiner aktuellen Werte zu den geplanten Test-Werten:

    BeschreibungAktueller WertGeplanter Test-Wert
    2451Brennermindestpausenzeit300 s900 - 1200 s
    2454Kessel-Schaltdifferenz4.0 °C7.0 °C
    2456Max. Ausschaltdifferenz7.0 °C12.0 °C
    885Pumpen-Minimaldrehzahl36 %55 %

    Meine Fragen dazu:

    1. Sind diese Änderungen für dieses Modell sicher oder könnten sie den Komfort (Warmwasser/Raumwärme) bei sehr kalten Außentemperaturen negativ beeinflussen?
    2. Ist die Anhebung der Pumpendrehzahl (885) auf 55 % ausreichend, um die Mindestlast von ca. 7 kW verlässlich abzutransportieren, oder sollte ich höher gehen?

    Vielen Dank im Voraus!

    Alex

  • Hallo Alex,

    deine Heizung läuft doch gut, warum willst du bei ca. 5 Brennerstarts die Stunde was ändern? 3 - 8 Starts die Stunde ist ein normal Wert bei Brennwert- Anlagen. Meines wissen nach müsste die Kleinst-Last beim Brötje BBK 22D um die 5KW liegen... Das solltest du vielleich noch mal prüfen. Ansonsten würde ich keine Veränderungen an den Einstellungen vornehmen.

    Grüße Sven

  • Frohe Weihnachten, Sven,

    vielen Dank für deine Antwort. Mir ist beim Lesen eines Artikels aufgefallen, dass ein Boiler-Modulationssystem wie Broetje am besten läuft, wenn die Flamme ständig an ist, da man so die Leistung senken kann. Die Minimalleistung des Boilers ist 7 kW und die Maximalleistung 22 kW. Für das Haus mit ca. 150 m² ist das Ding etwas überdimensioniert. Meist habe ich die Kessel-Schaltdifferenz und die Max. Ausschaltdifferenz angepasst, und der Kesselzyklus liegt jetzt unter 3 Starts pro Stunde. Mir ist auch aufgefallen, dass sich das Wohnzimmer etwas schneller erwärmt, ich vermute, weil die Heizung länger läuft. Die Pumpen-Minimaldrehzahl macht nicht viel Unterschied. Was mir aber auffällt: Der gemessene dT-Unterschied beträgt 5 K, obwohl im System 10 K konfiguriert ist. Verstehe ich das richtig, dass das daran liegt, dass die Pumpe zu schnell läuft? Die Vorlauftemperatur liegt bei aktuell -0,3 Grad, also 47 Grad, daher bin ich mir nicht sicher, ob bei so niedriger Vorlauftemperatur mit Radiatoren überhaupt ein dT von 10 K möglich ist. Hast du Empfehlungen? Ist ein dT von 5 K auch okay, weil die Rücklauftemperatur immer noch niedrig genug ist, damit der Boiler effektiv kondensieren kann?

    Vielen Dank im Voraus!

    Alex

  • Hallo Sven,

    ich hab mir den Verlauf vom ΔT angeschaut und gesehen, dass er sogar bei 5 K lag, als die Pumpendrehzahl noch auf dem Standardwert von 36 % war. Würdest du empfehlen, die Pumpe runterzudrehen? Oder kann man die 10 K Spreizung auch anders erreichen?

    vielen Dank!