Hallo zusammen,
ich möchte meine bestehende Heizungsanlage um eine kleine Wärmepumpe erweitern und würde mich über eure Einschätzung und Unterstützung bei der Auslegung freuen.
Vorhandene Anlage:
- Wolf CGB-2-20 Gas-Brennwerttherme (20 kW)
- 800-Liter-Pufferspeicher
- 5 × Topson F3-1 Solarthermiekollektoren
- Wasserführender Holzofen mit Rücklaufanhebung 6kw Wasserseitig
- Heizkreis 1 Fußbodenheizung
- Heizkreis 2 Heizkörper mit reduzierter Vorlauftemperatur
Die Warmwasserbereitung über die Gastherme ist deaktiviert, da Solarthermie und Holzofen das Brauchwasser das ganze Jahr über ausreichend erwärmen.
Aktuelle Funktionsweise:
Die Wolf-Therme entnimmt ihr Heizungswasser etwa aus der Mitte des Pufferspeichers wenn die Temperatur dort ausreichend (ca. 15 K über dem Heizungsrücklauf der Heizkreise ist.
Liegt die Temperatur im Puffer darunter Trent die Therme die Verbindung über ein umschaltventil zum Puffer.
Brenner springt an und heizt den Heizkreis auf.
Der wasserführende Holzofen entnimmt kaltes Wasser aus dem unteren Bereich des Puffers, erwärmt es und speist es oben wieder in den Speicher ein. Die Heizungsunterstützung durch den Ofen funktioniert sehr gut, allerdings reicht seine Leistung bei tiefen Außentemperaturen allein nicht aus, sodass die Gastherme zusätzlich heizen muss.
Im Puffer liegen die Temperaturen ungefähr bei:
- unten: 25–30 °C
- Mitte: 40–50 °C
- oben entsprechend höher, wenn der Ofen oder die Solarthermie arbeiten.
Meine Idee:
Ich überlege, zusätzlich eine kleine modulierende Luft-Wasser-Wärmepumpe (ca. 3–5 kW) einzubauen.
Die Wärmepumpe soll:
- das kalte Wasser aus dem unteren Bereich des Puffers entnehmen,
- es auf etwa 45–50 °C erwärmen,
- und anschließend im mittleren Bereich des Puffers wieder einspeisen. Ich hätte am Puffer noch einen Anschluss über der Rücklaufanhebung frei.
Dadurch verspreche ich mir mehrere Vorteile:
- Unterstützung der Rücklaufanhebung der Wolf-Therme.
- Weniger Laufzeit der Gasheizung.
- Der untere Bereich des Puffers wird angehoben, sodass der Holzofen nicht ständig sehr kaltes Wasser bekommt.
- Die Rücklaufanhebung des Holzofens müsste weniger heißes Wasser beimischen, dadurch kommt mehr heißes Wasser für die Rücklaufanhebung für die Therme an
Meine Fragen:
- Ist diese hydraulische Einbindung grundsätzlich sinnvoll oder übersehe ich einen Nachteil?
- Würdet ihr die Wärmepumpe ebenfalls unten entnehmen und in der Mitte einspeisen oder gibt es eine bessere Position?
- Welche Heizleistung haltet ihr für diese Anwendung für sinnvoll? Reichen 3 kW oder würdet ihr eher 5 kW empfehlen?
- Hat jemand eine ähnliche Kombination aus Gastherme, Pufferspeicher, wasserführendem Holzofen, Solarthermie und Wärmepumpe im Einsatz und kann von seinen Erfahrungen berichten?
Ich freue mich auf eure Meinungen und Verbesserungsvorschläge. Vielen Dank schon einmal!