Mercuria Ace 6Kw Hybrid

  • Hallo, meine Mercuria Ace 6Kw Hybrid macht eigentlich was sie soll. Aber sie Soll den Gaskessel abschalten. Das sollte über den Anschluß Bckp2 zu E1 der Wolf CGB2-14 funktionieren.

    Aber die Remeha schaltet diesen Schalter nicht.

    Egal wie die Logik eingestellt ist. Weiß jemand welche Parameter dafür nötig sind. Und wo das Problem ist?

    Auch würde ich gerne einen Pufferspeicherfühler anschließen. Dazu gibt es aber keinen Steckplatz.

    Liebe Grüße aus Langelsheim

    Uwe

  • Hallo Uwe

    das Zusammenspiel scheitert meist an der Logik zwischen beiden Steuerungen:

    1. Remeha Mercuria Ace (Ausgang Bckp2)

    • Der Ausgang Bckp2 ist ein potentialfreier Relaiskontakt.
    • Prüfe im Fachhandwerker-Menü unter der Zusatzheizungskonfiguration, ob Bckp2 wirklich als Freigabekontakt für den externen Kessel (Backup) zugewiesen ist und nicht als Pumpe oder Störmeldung läuft.
    • Prüfe, wie Remeha das Relais ansteuert: Schaltet es als Schließer (NO – schließt bei Wärmebedarf) oder als Öffner (NC). Liegt die Außentemperatur über der Bivalenztemperatur, darf kein Freigabesignal an den Gaskessel gehen.

    2. Wolf CGB-2-14 (Eingang E1)

    • Gehe in die Fachhandwerker-Ebene der Wolf zu Parameter HG13 (Funktion Eingang E1).
    • Achte hier genau auf die Belegung: Soll E1 als Kesselsperre arbeiten oder als externer Raumthermostat/Freigabekontakt?
    • Mit Parameter HG14 stellst du die Schaltlogik ein (Ruhestrom / Arbeitsstrom bzw. Öffner / Schließer).
    • Einfacher Test an der Wolf: Ziehe die Remeha-Kabel an E1 ab und brücke E1 testweise mit einem kurzen Stück Draht. Wenn die Wolf darauf wie gewünscht reagiert (sperrt oder freigibt), weißt du sicher, dass HG13 und HG14 stimmen und der Fehler auf der Remeha-Seite liegt. Arbeiten im geöffneten Anschlusskasten des Gasgeräts dürfen wegen lebensgefährlicher 230-V-Netzspannungen nur durch eine Fachkraft erfolgen.


    Auf der Standard-Hauptplatine der Remeha Mercuria Ace sind keine freien Steckplätze für einen dedizierten Pufferfühler vorhanden. Dafür wird zwingend ein Erweiterungsmodul (SCB) benötigt.

    Grüße Sven

  • Moin Sven,

    danke für deine umfangreiche Nachricht. Die Wolf CGB2-14 mit Solarthermie und Pufferspeicher BSH500 reagiert auf E1, wie es sein soll. Fragt sich ob BOB oder BOH die richtige Wahl ist.

    Bei meinen Versuchen, alles möglichst gut aufeinander abzustimmen, stellte sich nun heraus, dass die Rücklaufanhebung der Wolf nicht funktioniert. Nun, die Wolf hat noch Garantie, und am Montag wird die MM Platine getauscht.

    Die Remeha Mercuria Ace 6Kw Hybrid ist direkt mit dem Pufferspeicher verbunden. Mein Plan ist das die Remeha, wenn keine Wärme von der Solarthermie kommt, den Pufferspeicher auf 40° hält. Die Wolf CGB2-14 dann über die Rücklaufanhebung ihre Wärme aus dem Pufferspeicher holt. So müsste es sogar möglich sein allein über die Parameter MI16 und MI15 die Regelung so hinzubekommen dass wenn die Wärmepumpe es nicht schafft, sich die Wolf CGB2-14 automatisch hinzuschaltet. Eine Schaltung dutch E1 wäre dann vielleicht gar nicht nötig.

    Aber im Prinzip läuft es ja im Zusammenhang mit der Solarthermie auch nicht anders. Nur muss die Einstellung etwas verändert werden. Denn die Wärmepumpe soll ja keine unnötig hohen Temperaturen produzieren. Das erfordert wahrscheinlich etwas feintunung, sollte aber machbar sein

    Liebe Grüße aus Langelsheim

    Uwe

  • Habe nun herausgefunden das meine Idee die Regelung der beiden Wärmeerzeuger per Bckp2 und E1 zu steuern nicht funktionieren würde.

    Solange die Wärmepumpe den Kontakt E1, der Wolf CGB2-14, schließt, wird nicht nur der Heizbetrieb durch die Wolf gesperrt. Auch das Brauchwasser würde nicht mehr erwärmt. Die Funktion des E1 ist somit für meine Anlage nicht brauchbar. Leider gibt es keine Möglichkeit das der Brenner nur zum Brauchwasser erwärmen einschaltet, und nur zum Heizen gesperrt wird.

    Daher ist es egal warum die Remeha den Kontakt Bckp2 nicht schaltet.

    Ich werde, sobald die Rücklaufanhebung läuft, Die Parameter der Wolf so anpassen dass ein einschalten des Brenners nicht erfolgt, solange die Wärmepumpe genügend Wärme in den Pufferspeicher schiebt.

    Falls Interesse besteht kann ich die eingestellten Parameter gerne hier einstellen.

  • Hallo Uwe,

    stimmt, das habe ich auch nicht bedacht! Ich bin auch eigentlich ein Freund von Systemlösungen von einem Hersteller. Da kann man sicher sein, dass alles so funktioniert, wie vorgesehen. Die Steuerung rein über die Rücklaufanhebung ist wohl die beste Lösung in deinem Fall, so fern sie denn dann funktioniert.

    Falls Interesse besteht kann ich die eingestellten Parameter gerne hier einstellen.

    Das wäre super, vielleicht hat jemand in Zukunft das gleicher Problem. :thumbup:

    Grüße Sven

  • Also, die Rücklaufanhebung funktioniert nun wieder. Der Fehler lag, wie vermutet, an der Platine der Solarregelung. Platine wurde getauscht.

    Jetzt läuft das System eigentlich schon ganz gut. Einzig die Taktung der Wärmepumpe ist noch nicht wirklich gut. Ich denke die Remeha Mercuria Ace 6Kw Hybrid bräuchte einen zusätzlichen Fühler am Pufferspeicher. Auf der Hauptplatine gibt es aber keinen Steckplatz dafür. Nur Fühler für das Brauchwasser sind vorhanden. Klemmt da ein Fehler dran denkt die Wärmepumpe sofort es muss das Brauchwasser erwärmen. Soll sie aber nicht.

    Weiß jemand ob es da eine Einstellung gibt, mit der man dem Fühler die Zuweisung Pufferspeicher geben könnte?

    Oder welche Zusatzplatine notwendig wäre?

    Die eingestellten Parameter setze ich noch hier rein, sobald das Feintuning erledigt ist.

  • Hallo Uwe,

    der Speicherfühlereingang lässt sich auf der Hauptplatine softwareseitig nicht umkonfigurieren.

    Du brauchst dafür das Remeha Erweiterungsmodul SCB-01 (bzw. je nach Ausstattungspaket das Erweiterungsmodul SCB-02). Das Modul bietet Steckplätze für zusätzliche Fühler wie Puffer oben/unten und schaltet in der Regelung automatisch die passenden Funktionen frei.

    Grüße Sven

  • Moin Sven,

    danke für Deine Nachricht. Die SCB-01 wäre dann wohl passend,um einen Fühler für den Pufferspeicher anschließen zu können. Stellt sich natürlich die Frage ob das Zielführend ist. Momentan läuft das System stabil und soweit gut. Nur finde ich die Taktung, mit 3 X je Std. noch zu viel. Was auch daran liegt das, die Modulation niedriger sein könnte. Die Remeha läuft meist mit 800 bis 1200Wh, bei folgenden Werten.

    Außentemperatur 9°

    Pufferspeicher BSH500 ca. 42°

    Parameter Heizkurve, Basis 36°, Soll41°, Max 44°

    Ich habe "Basis" nun mal auf 38° gesetzt. Es scheint als ob das einen positiven Effekt hat. Etwa 3 Minuten nach dem Einschalten Moduliert sie nun auf 730 - 770wh runter, und hält den Wert bis zum abschalten stabil. Vielleicht war die Spreizung zu groß, um daraus eine realistische Berechnung zu erzielen.

    Es ist ein Raumtermostat, QSense Plus angeschlossen. EINFLUß 5

    Regelung nach Außentemperatur & Raum.

    Einmal editiert, zuletzt von Hausundhofdesigner (11. Oktober 2026 um 10:41)

  • Vielleicht kannst du noch ein paar weitere Optimierungen vornehmen, wenn noch nicht geschehen.

    1. Schalthysterese vergrößern:
      • Steht die Ein-/Ausschaltdifferenz oft werksseitig auf 2–3 K, erhöhe die Hysterese für das Wiedereinschalten auf 4 bis 6 K.
    2. Minimale Laufzeit & Taktsperre:
      • Prüfe die minimale Verdichterlaufzeit (z. B. auf mindestens 10 Minuten setzen) sowie die Mindest-Stillstandszeit (Taktsperre auf 10–15 Minuten).
    3. Flüstermodus / Leistungsbegrenzung bei Teillast:
      • Begrenze die Maximalleistung der Wärmepumpe probeweise auf 70–80 % oder aktiviere den Silent-Modus tagsüber fest. Das zwingt den Inverter dazu, mit niedrigerer Mindestfrequenz zu starten, anstatt beim Start direkt hochzudrehen und die Abschalttemperatur zu überfahren.

    Grüße Sven

  • Heute erst einmal einen lieben Dank für die Unterstützung. Jede Info oder Idee ist oder kann hilfreich sein.

    Nun zu den letzten Tipps.

    Die Schalthysterese steht auf 6. Das passt scheinbar so ganz gut.

    Das Häkchen auf Leisemodus setzen btingt keine Vorteile. Ganz im Gegenteil. Dann läuft die Wärmepumpe ziemlich konstant bei 1050 bis 1200wh. Moduliert also nicht weiter runter.

    Die Minimale Verdichterlaufzeit wird im Menü nicht angezeigt. Die Laufzeit beträgt jeweils zwischen 15 und 32 Minuten. Jetzt, für die Übergangszeit, erscheint mir das in Ordnung. Max. Leistungsaufnahme 720 bis 850wh. Bei Außentemperaturen von 8°

    Parameter Heizkurve : Basis 37°, Steigung 0,1, Soll 40°, Maximal 45°

    Im Anhang die Werte der Wolf CGB2-14. Hier muss angemerkt werden daß die Wärmepumpe nicht direkt an den Heizkreis sondern an den Pufferspeicher BSH500 angeschlossen ist. Das erspart erheblichen technischen Aufwand. Hat aber auch Nachteile. So kann die Heizkurve der Wärmepumpe nicht so tief eingestellt werden wie es eigentlich nur nötig wäre, da sonst auch das Brauchwasser im Pufferspeicher BSH500 zu sehr abkühlen würde. Das Brauchwasser und die Spitzenlast soll weiterhin die Wolf CGB2-14 mit Solarthermie und Pufferspeicher BSH500 übernehmen.

    Die Angezeigte Vorlauftemperatur von 29° war im Moment des Screenshots gerade sehr niedrig. Der echte Wert ist 31 bis 31,5

  • Wenn die Anlage mit der Hysterese von 6 K jetzt bereits 15–30 Minuten am Stück läuft, ist die Taktung für die Übergangszeit doch akzeptabel.

    Denke der Pufferfühler über das Erweiterungsmodul SCB-01 wird der Hebel sein, um das System von "funktioniert ganz gut" auf Effizienz zu bringen. Mit echtem Pufferfühler, regelt die Wärmepumpe nicht mehr blind nach ihrem eigenen internen Vorlauf, sondern orientiert sich am tatsächlichen Ladezustand des Speichers.

    Wo du vielleicht auch noch aufpassen musst, ist dass die Pumpen nicht die Schichtung im Speicher zerstören. Also auch auf die Volumenströme achten.

    Das Häkchen auf Leisemodus setzen btingt keine Vorteile. Ganz im Gegenteil. Dann läuft die Wärmepumpe ziemlich konstant bei 1050 bis 1200wh. Moduliert also nicht weiter runter.

    Das ist dann keine Option!

    Grüße Sven

  • Über die Zusatzplatine SCB-01 denke ich noch nach. Ob ein zusätzlicher Fühler da tatsächlich noch eine Verbesserung bringt? Ich beobachte das ganze nun erstmal. Da das Einschalten und Ausschalten sehr kontinuierlich bei gleicher Temperatur erfolgt ist da keine Verbesserung zu erwarten. Mehr Effizienz kann eigentlich nur noch durch niedrigere Speichertemperaturen erreicht werden. Diese Möglichkeit ist aber weitgehend ausgeschöpft. Wenn es jedoch niedrigere Außentemperaturen gibt erledigt sich dass von selbst. Denn dann werde ich mit 31° im Vorlauf nicht mehr auskommen. So wird der Nachteil, das die Wärmepumpe nicht direkt am Heizkreis angeschlossen ist geringer.

    Das die Wolf CGB2-14 weiterhin die Spitzenlast und das Brauchwasser erwärmen soll / kann müsste sich eigentlich positiv auswirken. Denn zurzeit kostet mich die Kwh aus Flüssiggas ca. 9 Cent. Bei Außentemperaturen von -5° und tiefer kann die Wärmepumpe auch kaum günstiger arbeiten. Da wäre dann ein Heizstab nötig. Und dass würde sich negativ auswirken. Insgesamt denke ich sollte mein System kostengünstig arbeiten können. Ich gehe davon aus dass sich die Investitionskosten von <4.000€ innerhalb von 10 Jahren Amortisiert haben werden. Schon jetzt ist aber zu spüren dass die Wohlfühltemperaturen sich im ganzen Haus gegenüber vorher verbessert haben. In der Übergangszeit hatten wir die letzten Jahre mit einer Klimaanlage, Daikin Perfera, den Wohnbereich beheizt. Bad, und weitere Zimmer blieben aber mehr oder weniger ungemütlich. Von daher stellte sich die Frage, Einbau einer weiteren Klimaanlage? Wäre aber kaum günstiger gewesen, aber weniger vorteilhaft. Und sooo schön sind die Klimakisten und Kanäle an der Wand nun auch nicht.

    Was die Amortisation angeht, stellt sich da die Frage ob sich eine Heizung überhaupt Amortisiert. Ob man das überhaupt so berechnen kann oder sollte. Denn egal wie und womit man heizt, es entstehen immer Kosten. Eben nur mehr oder weniger. Dennoch möchte man möglichst kostengünstig Heizen. Mein Plan ist es den Verbrauch an Flüssiggas zu halbieren. Das würde dann auch bedeuten das eine Wartung, der Wolf CGB2-14, nicht mehr Jährlich erfolgen muss, sondern nur noch alle 24 Monate. Was wiederum eine Ersparnis von jährlich 160€ bedeuten würde.

    Außerdem wäre die Wolf CGB2-14 erheblich entlastet. Gerade in der Übergangszeit taktet die Wolf erheblich zu viel. Was daran liegt das die Wolf CGB2-14 beim Betrieb mit Flüssiggas nur bis Maximal 40% runter modulieren kann. Und dass sind dann immer noch fast 6 Kwh Wärmeleistung. Also viel zu viel.

    2 Mal editiert, zuletzt von Hausundhofdesigner (15. Oktober 2026 um 15:56)